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Gesundheit

Rotwein ist für alte Knaben eine von den besten Gaben

Bekanntlich schätzt der französische Gaumen den Genuss von Wein; pro Kopf werden in Frankreich etwa 66 Liter Wein im Jahr konsumiert, insbesondere Rotwein. Zugleich spielt fettreiche Kost in der französischen Küche eine große Rolle – Fleisch, Käse, Butter, Eier – und dennoch: die Zahl der Todesfälle aufgrund von Herzgefäßerkrankungen ist in Frankreich 2,5 Mal geringer als beispielsweise in den USA, wo ähnlich viel Fett verzehrt wird. Was steckt dahinter? Gesundheit
Als „Das französische Paradoxon“ hat der Wissenschaftler Serge Renaud eine weltweit durchgeführte epidemiologische Studie publik gemacht. Ihr überraschendes Ergebnis: Durch den hohen Weinkonsum – besser gesagt: durch die im Rotwein enthaltenen Phenole – wird die Oxidation des Blutfetts verhindert.
Das bedeutet: Die gefährlichen Verengungen der Arterien aufgrund von Ablagerungen (Cholesterin), die im äußersten Fall zur Verstopfung der Blutbahn und damit zum Herzinfarkt führen können, entstehen gar nicht erst. Die Studie zeigt auf: Je höher der Weinkonsum in einem Land, desto geringer die Sterblichkeit durch Herzerkrankungen. Dies trifft für die Mittelmeerländer allgemein zu; dort wird traditionell täglich Wein zu den Mahlzeiten genossen.
Allerdings scheint sich in Italien die gesundheitsfördernde Wirkung von Wein noch nicht herumgesprochen zu haben. Dort wollen Parlamentarier eine Warnung auf den Weinflaschen durchsetzen: „Wein kann Ihre Gesundheit schädigen.“ Ganz anders hingegen sehen das die gesundheitsbewussten US-Behörden: Amerikanische Winzer dürfen seit kurzem auf ihren Etiketten den positiven Effekt des Weins für die Gesundheit hervorheben.
Im Mittelpunkt neuerer Forschungen aus den USA steht das Resveratol, ein Inhaltsstoff des Weins. Eine Gruppe von Wissenschaftlern der Universität Chicago hat in Versuchen die krebsvorbeugenden Eigenschaften von Reservatol nachgewiesen. Es wirkt oxidationshemmend und sorgt damit dafür, dass in die Zelle eindringende krebsverursachende Substanzen im Zellkern quasi entgiftet werden. So wird die Zelle vor genetischen Veränderungen geschützt – und der Körper vor der Entstehung oder der Ausbreitung von Tumoren. Veröffentlicht wurden diese Erkenntnisse im international renommierten Fachblatt „Science“.
Und selbst das Risiko, an der Altersgeistesschwäche Alzheimer zu erkranken, könnte der Genuss von (Rot-)Wein senken. Wissenschaftler der Universitätsklinik Bordeaux haben über den Zeitraum von drei Jahren 3777 ältere Probanden beobachtet. Ihr Ergebnis: Unter mäßigen Weintrinkern im Alter von mehr als 65 Jahren lag der Anteil der an Alzheimer Erkrankten um drei Viertel unter dem Prozentsatz bei den Nichttrinkern. Allerdings will der Leiter der Studie, Professor Orgogozo, dies noch nicht als Beweis für einen Zusammenhang zwischen Weinkonsum und abnehmendem Risiko, an Alzheimer zu erkranken, werten. Er wendet jedoch ein, dass es keine medizinischen Gründe gebe, alten Menschen von mäßigem Weingenuss abzuraten. (Quelle: „Revue Neurologique“)
Aber was ist eigentlich mäßiger Genuss? Die Dosis macht’s, wusste der Naturarzt Paracelsus. Und die hängt nicht nur vom Körpergewicht ab, sondern auch vom Geschlecht. In der Tat vertragen Frauen weniger. Die Faustregel bei täglichem Weingenuss lautet: Für sie zwei Gläser, für ihn den Rest der Flasche. Dabei ist der tägliche Genuss im wörtlichen Sinne zu verstehen; der regelmäßige mäßige Konsum ist es, der gesundheitsfördernde Auswirkungen auf den Körper hat. Wer unter der Woche auf Alkohol verzichtet, jedoch am Wochenende große Mengen trinkt, wird keine positiven Wirkungen erzielen. Zu beachten ist auch, dass man Wein zu den Mahlzeiten genießen sollte, nicht auf nüchternen Magen.
Vor allem die antibakterielle Wirkung des Weins war früher – obschon (noch) nicht wissenschaftlich nachgewiesen – von großer Bedeutung. Wein tötet Streptokokken, Cholera- und Typhuserreger binnen Stunden. Julius Cäsar konnte dies noch nicht wissen; dennoch befahl er seinen Truppen, Wein mitzuführen, um sich vor Erkältung und Seuchen zu schützen. Heute wissen wir darüber hinaus: in den vergangenen Jahrhunderten war es sicherer, verdünnten Wein zu trinken, als reines Wasser. Gesundheit
Inhaltsstoffe
Mehr als 1000 Stoffe sind im Wein enthalten. Die Mehrheit, Vitamine und Mineralstoffe wie Fluor, Kupfer, Magnesium, Mangan, Phosphor und Zink, stammt aus den Trauben. 75 bis 90 Prozent ist Wasser. Der Wasser- wie auch der Alkoholgehalt variieren je nach Weinsorte. Weitere Bestandteile sind Gerbsäure, Mineralsalze und Pektine, der Trockenextrakt sowie Säuren, Restzucker, Tannine und Farbstoffe.
Der im Wein enthaltene Alkohol, überwiegend hochwertiger Äthylalkohol, wird obligatorisch auf dem Etikett in % vol angegeben. Unter einem leichten Wein versteht man einen Äthylalkoholgehalt pro Liter von weniger als 12,5%vol, schwerere weisen einen Alkoholgehalt von 12,5%vol und mehr auf. Pro Stunde kann die Leber 10 Gramm Alkohol verbrennen; bei schnellerem Genuss gelangt der Alkohol unverarbeitet in die Blutbahn und ins Gehirn.
Übermäßiger Alkoholgenuss kann bekanntlich den Kater nach sich ziehen, eine Kreislauf- und Stoffwechselstörung. In diesem Fall empfiehlt es sich, ausreichend Wasser und salzhaltige Speisen aufzunehmen. Salz- und Flüssigkeitszufuhr bringen den Haushalt wieder in die Balance.
Zu Unrecht werden die Kopfschmerzen oft dem Schwefelgehalt des Weins zugerechnet. Das Schwefeldioxid dient der Haltbarmachung, eine keimtötende Substanz, die Sauerstoff bindet und den Wein so vor der Oxidation schützt. Der größte Teil wird vom Wein gebunden, nur ein kleiner Teil bleibt frei zurück. Bekömmlicher sind ältere Weine. Nach ein paar Monaten Lagerung hat sich ein Teil des freien Schwefels mit Sauerstoff verbunden.
Kalorien
Knapp 500 Kalorien hat allein der Akohol einer Flasche Wein (0,75l und 12%vol) – hinzu kommen zwölf Kalorien mit jedem Gramm Restzucker, den der Wein enthält. Und: Wein regt den Appetit an. Wer neben der normalen Kalorienzufuhr täglich eine Flasche Wein trinkt, müsste jeden Tag zehn Kilometer laufen, um die zusätzlichen Kalorien zu verbrennen.
Allergie
Einige Menschen reagieren allergisch auf Wein. Hautjucken und Atembeschwerden können die Folgen sein. Ursachen können eine Unverträglichkeit der schwefligen Säure sein, aber auch das Histamin, ein Eiweißbaustein, das in einigen Rotweinen vorkommt. Im Jahre 1980 hat das Wiener Forschungsinstitut für Ernährungswissenschaften darauf hingewiesen, dass die Bildung von Histamin ein Resultat mangelhafter Kellerwirtschaft sei. Tatsächlich bildet es sich während des biologischen Säureabbaus, ein Prozess, dessen Motor gutartige Bakterien sind. Diese Leuconostoc ocuos konkurieren allerdings mit den weniger gutartigen Lindkokken (Pediococcus cerevisiae), die mit der Histaminbildung in Verbindung gebracht werden. Der Winzer kann dazu beitragen, dass Histamin nicht entsteht: Bestes ”Gegenmittel“ ist ein hoher natürlicher Säuregehalt der Trauben. Darüber hinaus trägt eine zu frühzeitige Schwefelzugabe zur unerwünschten Entfalltung der unangenehmen Kokken bei; dies sollte erst dann erfolgen, wenn der biologische Säureabbau vorangeschritten ist. In modernen Weinkellern tritt das Problem seltener auf; weltweit scheint sich die Kellerhygiene verbessert zu haben. Verbraucher, die dennoch ein Unwohlsein nach dem Weingenuss zu verbuchen haben, sollten sich beim nächsten Mal für einen anderen Wein entscheiden.
Magenbeschwerden
Wein kann bei empfindlichen Menschen die Magenschleimhaut reizen. Dies gilt vor allem für Weißweine, deren Säuregehalt in der Regel höher ist als bei Rotweinen. Völlegefühl, Appetitlosigkeit und Sodbrennen sind die Folgen einer Übersäuerung des Magens.
 
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